Berlin, 17.06.2021: Die KlimaUnion veröffentlicht heute ihre erste große Klima-Umfrage. Erschreckend ist, wie wenig Menschen die bereits eingetretene Erderhitzung und ihre realen Auswirkungen kennen, wie gering ihr Rückhalt für zu viele klimapolitische Maßnahmen ist und die starken Unterschiede zwischen Stadt und Land und Ost und West. Erfreulich hingegen ist der Rückhalt für die Sorgen der Klimabewegung, auch in der CDU und CSU. Als die Partei mit tiefer Verwurzelung im ländlichen Raum kommt der Union hier eine große Verantwortung zu.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey hat in der großen Klima-Studie im Auftrag der KlimaUnion e.V. in der Zeit 10.-14.06.2021 über 5.000 Personen befragt. Ziel war es, mehr über das Klimawissen, den klimapolitischen Rückhalt, die sozioökonomischen Hintergründe, die Wählerpräferenzen und die Unterschiede zwischen Ost und West sowie zwischen den Bundesländern zu erfahren.

Nur 27% aller Befragten sich nicht klimabesorgt, 73% dagegen schon (Ja, Eher Ja und Unentschieden). Die Legitimität für klimapolitisches Handeln ist damit mehr als gegeben. Erschreckend ist nicht nur, dass nur ca. 40% der Befragten wussten, dass die Erhitzung längst über 1,0 Grad beträgt (global 1,2 Grad, Deutschland 2,0 Grad im Durchschnitt der letzten drei Jahren), sondern auch, dass die junge Generation, um deren Zukunft es geht, schlechter als ältere Menschen informiert sind. 

Über die Hälfte der Bevölkerung (53% mit Ja und Eher ja) empfindet die Sorgen von Klimabewegungen gerechtfertigt. Die Union ist die konservative Partei, die diese Sorgen am meisten teilt (48% Ja, Eher Ja und Unentschieden). Ergänzend sind die Sorgen kein Thema einer privilegierten Oberschicht, sondern nach regionaler Kaufkraft gleich verteilt.

Mehr als jeder Zweite nimmt verdorrene Bäume und Wiesen (56% Ja und Eher Ja), weniger Wasser in den Flüssen und Seen (53%) und das zweite Waldsterben (51%) wahr. 57% der Menschen in Sachsen-Anhalt nehmen zwar das zweite Waldstreben (Harz) wahr, aber nur 35% sind besorgt, dass die klimapolitischen Ziele in Deutschland zu spät erreicht werden. Insgesamt ist in ländlichen Regionen (34%) die Besorgnis, dass klimapolitische Ziele nicht erreicht werden, deutlich geringer als in den Städten (55%), obwohl im ländlichen Raum die Auswirkungen schon deutlicher zu spüren sind.

Felix Rodenjohann, Vorstand der KlimaUnion: “Wenn wir die Extrem-Wetterauswirkungen in unserer Heimat und nicht nur in den Hipster-Städten besser erklären, steigt der Rückhalt für Klimaschutz im ländlichen Raum, eine staatsmännische Aufgabe für die Union mit ihren tiefen Verankerung in den Wahlkreisen.” Tatsächlich wurden 80 % der Wahlkreise (231 von 299) durch die Union in der letzten Bundestagswahl gewonnen.

66 % der Befragten, unabhängig vom Alter, befürworten den Ausbau regenerativen Energien, 42 % stehen hinter dem Radwegeausbau und 40% hinter der Förderung des Ersatzes von Öl- und Gasheizungen. Die westlichen Bundesländer stehen zu 68% hinter dem Ausbau regenerativer Energien, die östlichen Bundesländer nur zu 58%, aber auch hier mit klaren Mehrheiten.

“Go Union Go”, sagt Heinrich Strößenreuther, Vorsitzender der KlimaUnion e.V. zum Ausbau der regenerativen Energien. “Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in allen Bundesländern steht hinter dem Ausbau, auch im Osten: Wird überzeugt dafür geworben, bringt das Wachstum, Steuereinnahmen und Klimawohlstand überall.” 

Jeder Fünfte (20%) berichtet bereits von gesundheitlichen Problemen aufgrund der Hitze, Rentner, Arbeitslose und Nichterwerbspersonen sogar deutlich mehr. Jeder Dritte ohne Abschluss (33%) klagt darüber, vermutlich Bau- und Landarbeiter. “Es wird Zeit, dass wir ‘hitzefrei’ als ernsthaftes Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-Problem betrachten, insbesondere auf dem Bau und der Landwirtschaft”, so Kim Thy Tong, Vorständin der KlimaUnion und Vorstandsmitglied der Jungen CDA, dem Arbeitnehmerflügel der CDU.

“Die große Klima-Meinungsumfrage zeigt die besondere Rolle der Union: Sie trägt die Verantwortung, zwischen Stadt und Land zu vermitteln, zwischen Alt und Jung und zwischen Ost und West; keine andere Volkspartei ist so stark verwurzelt und kann dieser gesellschaftlichen Aufgabe in der gallopierenden Klimakrise nachkommen, anschließend an den klimapolitschen Ehrgeiz der frühen 90er Jahre der Union”, sagt Bianca Praetorius, Vorständin der KlimUnion. 

Alle wirksamen und klimapolitischen Strategien und Maßnahmen zur Abbremsung beim 1,5-Grad-Limit sind aus unzähligen Studien bekannt. Die KlimaUnion wird ihre Unterstützung der Union weiter ausbauen, um mit einer glaubwürdigen und wirksamen 1,5-Grad-Klimapolitik in der nächsten Koalition das letzte verbleibende klimapolitische Handlungsfenster zu nutzen und die globale klimapolitische Dominokette auszulösen und zu beschleunigen.

Pressekontakt:

Heinrich Strößenreuther, presse@klimaunion.de

Links und weitere Informationen:

Weitere Daten und Fakten in der Präsentation zur Umfrage: Hier ansehen und herunterladen.

Liste und Karte gewonnene Direktwahlkreise nach Partei: https://wahl.tagesspiegel.de/2017/karten/wahlkreise/ 

Hintergrundinformationen zur KlimaUnion: https://docs.google.com/document/d/1ZjkYbg8qAxoseIPpHjS7RaoKvc52YCYrwl-wmvFYilM/edit?usp=sharing

Webseite der KlimaUnion: www.klimaunion.de 

Informationen zu den Foundern, Gründungsmitgliedern und Gründungspaten inkl. weiterer authorisierter Statements: https://docs.google.com/document/d/1iGPLql4YF3JKmbKouOt43tfGsMaaPHVRyCJlygLWtLg/edit?usp=sharing

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/klimaunion/ 

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Pressefotos der Founder und Gründungsmitglieder: https://www.picdrop.com/cleverestaedte/PjHae6Ryfs 

Medienspiegel der bisherigen Berichterstattung über die Gründung der KlimaUnion: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1K_xbJB3wAtRIAqfzC9qLcw26WntDIDRNtYRCLOLdr3I/edit#gid=1453403496


Umfangreiche Studien zur Klimaneutralität bzgl. Horizont 2035 bzw. 2050 (2050 nicht 1,5-Grad-konform):

Lichtblick/Arepo-Studie (2021): “Klimaneutral leben 2035”: https://arepoconsult.com/publications/klimaneutral-leben-2035/

Stiftung 2 Grad/Roland Berger/Agora Energiewende (2021): “Klimaneutralität 2050: Was die Industrie jetzt von der Politik braucht”: https://www.stiftung2grad.de/pressemitteilung-klimaneutralitaet-2050-was-die-industrie-jetzt-von-der-politik-braucht-627

McKinsey&Company (2020): “McKinsey-Studie: EU kann Nullemissionsziel bis 2050 kostenneutral erreichen”: https://www.mckinsey.de/news/presse/2020-12-03-net-zero-europe# 

Fridays-for-Future/Wuppertal-Institut/GLS-Studie (2020): “CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze”: https://fridaysforfuture.de/studie/ 

GermanZero (2021): “GermanZero: Unser Fahrplan für ein klimaneutrales Deutschland”: https://germanzero.de/media/pages/assets/661400efc6-1623186118/GermanZero_Magazin.pdf 

BDI/BCG/Prognos-Studie (2018): “Klimapfade für Deutschland - Kosteneffiziente Wege zur Erreichung der deutschen Klimaziele”: https://www.bcg.com/de-de/publications/2018/climate-paths-for-germany 


Über die KlimaUnion:

Die KlimaUnion e.V., am Earth Hour Day 2021 in Berlin/Hamburg gegründet, will gemeinsam mit der CDU und CSU eine wirksame 1,5°C-Politik erreichen. Die KlimaUnion will glaubwürdige Klimapolitik mit nachhaltiger Wirtschaftspolitik verbinden und das größte Konjunkturprogramm nach der Wiedervereinigung in den Dienst der Klimapolitik stellen. Die KlimaUnion vernetzt und stärkt klimarealistische Mitglieder der CDU und CSU; sie ist auch eine Plattform für bürgerliche Klimaengagierte, die in der zunehmend nach links rückenden Klimabewegung keine emotionale und politische Heimat mehr finden. Die KlimaUnion entwickelt Argumente und Botschaften für den Straßenwahlkampf und unterstützt bei der klimapolitischen Willensbildung in der Union. 

Inzwischen schließen sich immer mehr CDU- und CSU-Mitglieder mit Rang und Namen aus der Parteispitze der KlimaUnion als Gründungspaten an, unter anderem Vorständinnen des CDU-Bundesvorstands wie Wiebke Winter, Serap Güler und Monica Wüllner neben weiteren Bundestagsabgeordneten, die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, der Bundeswirtschaftsminister Altmaier, Danny Freimark als Par­la­men­ta­ri­schem Geschäfts­füh­rer und umwelt­po­li­ti­schem Spre­cher der CDU-Frak­ti­on im Abge­ord­ne­ten­haus Ber­lin sowie Sprecher aller umweltpolitischen Sprecher der CDU-Fraktionen in den Landtagen, Diana Kinnert, Finn Age Hänsel aus dem Vorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und Finn Wandhoff als Sprecher der Schüler-Union. Auch weitere CDU-Mitglieder unterstützen die KlimaUnion wie Heinrich von Pierer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, der ehemalige Sprecher der Schülerunion, Finn Wandhoff, Uli Burchardt, Oberbürgermeister aus Konstanz, der ersten Großstadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat, und andere.